Weihnachtsfeier
Sonntag, 20. Dezember 2009
MIT-Jahresabschluss mit Weihnachtsfeier
Waiblingen, 09. Dezember 2009 ? Die MIT Rems-Murr lud in diesem Jahr wieder zur traditionellen Weihnachtsfeier nach Waiblingen ein. Doch bevor man zum kulinarischen Teil überging, standen erst einmal Lokalgeschichte und Kultur auf dem Programm.
Rund 50 Mitglieder und Gäste der MIT Rems-Murr trafen sich vor dem alten Rathaus in Waiblingen. Der Regen hatte sich pünktlich zum Veranstaltungsbeginn verzogen und eine Band schmetterte schnittige Gospels über den Weihnachtsmarkt. Die Einstimmung für den Abend hätte nicht passender sein können. In zwei Gruppen aufgeteilt konnte so die historische Führung durch die Stadt ?des guten Tons? beginnen.
Waiblingen blickt auf eine lange Geschichte zurück. Ausgrabungsfunde etwa belegen erste Ansiedlungen bereits in der Steinzeit und eine große Töpferei in der römischen Epoche. Spätestens 1250 erfolgte die Stadterhebung mit den dazugehörigen Rechten und Pflichten. Der 30jährige Krieg ging auch an den Stadttoren des schmucken Waiblingens nicht spurlos vorüber. 1634 brannte das kaiserliche Heer alle Gebäude innerhalb der Stadtmauern nieder. In den folgenden 150 Jahren wurde die Stadt nach den ursprünglichen Plänen wieder aufgebaut.
Die mittelalterlichen Kaisergeschlechter der Staufer und Salier werden bis heute mit Waiblingen in Verbindung gebracht, in den letzten Jahrzehnten auch die Namen der Familien Stihl und Kaiser. Und am Standort des neuen Rathauses befand sich das ehemalige Schloss der Grafen von Württemberg, von dem heute nur noch der Schlosskeller erhalten ist.
Stattliche farbige Fachwerkhäuser, fantasievoll bemalte Putzkissen und vor allem die mehr als dreißig Neidköpfe, die von den Häuserecken mehr oder weniger freundlich auf die Passanten herabschauen, verleihen Waiblingen heute ein besonderes Flair. Am höchsten Punkt der Altstadt kann man über einhundertundeins Stufen die Balustrade des Hochwachtturms, das Wahrzeichen der Stadt, erreichen. Belohnt wird man mit einem spektakulären Rundblick über das Umland und die Stadt selbst.
Fast an jeder Ecke lassen sich Besonderheiten entdecken. Für eine gelungene Verbindung von Alt, Neu und Kultur steht insbesondere das Kulturufer an der Rems. Es umfasst die neue Kunstgalerie Stihl, die Kunstschule, das Stadtmuseum im alten Gerberhaus von 1550 und die elegante, einer Wasserfontäne gleichenden Skulptur des weltweit bekannten dänischen Künstlers Olafor Eliasson. Altertum und Moderne bilden hier, am Rand der Altstadt, ein harmonisches Ensemble. Von einer eher pragmatischen Verbindung zwischen Alt und Neu zeugt hingegen ein Teil der fast vollständig erhalten gebliebenen Stadtmauer: einigen der anliegenden Häuser dient sie als Außenwand.
Nach eineinhalb Stunden endete die Stadtführung dort, wo sie begonnen hatte - am alten Rathaus. Bis spät nach Mitternacht saß man hier in gemütlicher Runde bei einem leckeren 3-Gänge-Menü zusammen und erzählte sich die eine oder andere Begebenheit der vergangenen Monate. Trotz anhaltender Wirtschaftskrise kann das neue Jahr 2010 kommen ? gemäß dem Motto: Schaffe, schaffe, no net hudle!
Dr. Dagmar Ruzicka
Pressesprecherin MIT Rems-Murr
Kontaktdaten:
Dr. Dagmar Ruzicka
Im Heiler 1
71397 Leutenbach
Tel.: 07195 / 41 78 74

