Pressemitteilung:

Hilfen für den Mittelstand

Donnerstag, 9. Juli 2009

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Ebni, 09. Juli 2009 ? Die Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung (MIT) der CDU im Rems-Murr-Kreis organisierte zusammen mit dem CDU-Bundestagsabgeordneten Dr. Joachim Pfeiffer eine Informationsveranstaltung. Im Hotel Schassberger am Ebnisee referierte Abteilungsdirektor der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) Walter Steffes über das Thema Hilfen für den Mittelstand.

Die globale Wirtschaftskrise scheint noch lange nicht überstanden. Vor allem dem Mittelstand fehlt hierbei das nötige Eigenkapital, was zu Liquiditätsengpässen bis hin zu Insolvenzen führen kann. Die Bundesregierung schnürte angesichts der dramatischen Lage im Dezember 2008 das erste Maßnahmenpaket. Schnell wurde jedoch deutlich, dass ein zweites Programm sinnvoll sein würde und seit März 2009 als KfW-Sonderprogramm wirkt. Zur ?Beschäftigungssicherung durch Wachstumsförderung? ? so der politische Slogan ? wird für 2009 und 2010 ein Gesamtvolumen von 52,5 Milliarden Euro, davon allein 40 Milliarden für den Mittelstand, bereitgestellt. Die Chancen für die Antragssteller sind gut, die Ablehnungsquote von Anträgen liegt derzeit bei 26 %, Tendenz sinkend.
Bis zu 50 Millionen Euro können Mittelständler mit weniger als 500 Millionen Jahresumsatz als Kredit erhalten. Zum Stichtag 1. Juli 2008 muss der Antragsteller wirtschaftliche Schwierigkeiten und ungeregelte Zahlungsrückstände von mehr als 30 Tagen ausschließen und mindestens eine Jahresbilanz wie auch Zukunftsperspektiven aufweisen können.

Neu im Programm ist die Ausdehnung der Risikotoleranz durch die Erhöhung der Haftungsfreistellung: Bei der Finanzierung von Investitionen im Verhältnis 90 zu 10 % zwischen KfW-Bank und Hausbank, bei Betriebsmitteln 60 zu 40 %. Selbst bestehende Darlehen können teilweise gekündigt werden, um das Sonderprogramm in Anspruch nehmen zu können und damit die Liquidität zu erhöhen. Diese Neuregelungen sollen die Hausbanken zu einer schnelleren Kreditvergabe animieren. Mit Ausnahme der Genossenschafts- und Regionalbanken scheinen aber die mittelständischen Unternehmen hierbei ?auf wenig Entgegenkommen? zu stoßen, wie Stimmen aus dem Publikum belegen.
Walter Steffes von der KfW-Bank rät den Unternehmen die seit letzter Woche verfügbare Checkliste seiner Bank zu verwenden, um eine kürzere Bearbeitungsdauer und zeitnahe Hilfe gewährleisten zu können. ?Liegen alle Unterlagen samt der Kreditvorlage der Hausbank vor, dauert der Antragsprozess hausintern zwischen zwei und drei Wochen?, so Steffes.

Angesichts der hohen Nominalzinsen von bis zu 7,34 % für Kredite aus dem Sonderprogramm sollten sich Unternehmen über weitere Förderprogramme, wie etwa den KfW-Unternehmerkredit informieren. Auch die Einbindung von Bürgschaftsbanken mit anderen Programmen sei möglich, falls Kredite ohne Haftungsfreistellung eine günstigere Lösung darstellen.
Letztendlich bleibt aber ?die entscheidende Hürde die Hausbank?, betont Steffes. Von ihrer Bonitätsprüfung und Besicherung hängt schließlich alles ab.

Unternehmen haben die Möglichkeit, sich von KfW-Spezialisten beraten zu lassen, beispielsweise im KfW-Bus, der zur Zeit auf Informationstour quer durch die Republik rollt. Nach der Veranstaltung stand Steffes für die Fragen der vielen anwesenden Mittelständler zur Verfügung.

Dr. Dagmar Ruzicka
Pressesprecherin MIT Rems-Murr

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